
Berlin, 03. September 2026
Rund 40 Unternehmens- und Institutionsvertreter*innen nahmen an der Diskussion Teil und konnten sich beim Q&A aktiv beteiligen.
Tobias Schulze betonte die besondere Bedeutung der Kreativwirtschaft und der Wissenschaft für den Standort Berlin. Er sprach sich für mehr bezahlbare Wohn- und Arbeitsräume, die Umwandlung von leerstehenden Büroflächen z.B. in Wohnflächen für Auszubildende sowie den Abbau von Bürokratie aus.
Mit Blick auf die Kreativwirtschaft äußerte er klare Vorhaben: Die Linke wollen eine Berliner Kreativwirtschaftsstrategie entwickeln und einen regelmäßigen Runden Tisch mit Politikvertreter*innen und Branchenakteuren einrichten, um den Austausch dauerhaft zu verankern.
Außerdem sollen kleine und mittlere Unternehmen durch einen „Digital-Booster“ und die Wiedereinführung einer Digitalprämie stärker bei der digitalen Transformation unterstützt werden, um z.B. KI-Schulungen für Mitarbeitende zu realisieren.
Weitere Schwerpunkte setzt Schulze bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte, der Stärkung von Diversität sowie einer gerechteren Vergütung kreativer Leistungen.
Tobias Schulze, Die Linke:
„Die Bedeutung der Berliner Medien-, Kreativ-, Musik- und Digitalwirtschaft für unsere Stadt kann kaum überschätzt werden. Seit Jahren schreibt sie eine Erfolgsgeschichte. Rund jede*r neunte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeitet in ihr, überproportional viele neue Jobs entstehen hier. Zugleich prägen die Branchen Berlins Bild einer pulsierender, vielfältigen und weltoffenen Metropole wesentlich mit.
Als Linke wollen wir die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung schaffen. Das gelingt nur, wenn sich die in der Medien-, Kreativ-, Musik- und Digitalwirtschaft arbeitenden Menschen Berlin auch leisten können, insbesondere darf Wohnen kein Luxus sein. Zudem wollen wir mit den Akteur*innen der Branchen über den weiteren Abbau bürokratischer Hemmnisse in den Dialog treten und über die Folgen des Einsatzes von KI für Berlins Medien-, Kreativ-, Musik- und Digitalwirtschaft sowie über die politischen Schlussfolgerungen, die sich daraus ergeben, diskutieren.“
Jeannine Koch, Vorstandsvorsitzende & Geschäftsführerin medianet berlinbrandenburg:
„Tobias Schulze hat heute sehr klar benannt, dass Berlin eine eigenständige Strategie für die Kreativwirtschaft braucht – und genau das ist aus unserer Sicht ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Besonders begrüßen wir seinen Vorschlag, einen festen Roundtable mit Politik, Verwaltung und Branchenakteuren zu etablieren. Die Medien-, Kreativ- und Digitalwirtschaft benötigt nicht nur Förderung, sondern verlässliche Strukturen, in denen ihre Bedarfe frühzeitig gehört und gemeinsam Lösungen entwickelt werden. Dass Tobias Schulze dieses Thema ausdrücklich zur Chefsache machen will, ist deshalb ein starkes Signal. Zudem befürwortet er die Bildung einer Berlin Kreativ Gesellschaft, um die Interessen der gesamten Kreativwirtschaft zu bündeln und die Branchen weiter zu stärken. Auch die angekündigte Unterstützung von KMUs bei der digitalen Transformation und ein Abbau von bürokratischen Prozessen greift zentrale Herausforderungen unserer Mitgliedsunternehmen auf.“
Olaf Kretschmar, Geschäftsführer & Vorstandsvorsitzender Berlin Music Commission:
„Der Dialog mit Tobias Schulze war für uns erkenntnisreich und sehr gewinnbringend. Besonders wichtig war die Frage, wie wir Fachkräfteentwicklung und Jugendförderung stärker zusammendenken können. Wenn Berlin seine Zukunftspotenziale nutzen will, müssen junge Menschen frühzeitig eingebunden werden und echte Möglichkeiten bekommen, ihre Perspektiven, Ideen und ihre Kreativität in die Gestaltung der Musikbranche von morgen einzubringen. Tobias Schulzes Bild von Berlin als Stadt eine ‚Mehrheit der Minderheiten‘ ist für uns ein programmatischer Gedanke. Vielfalt ist das Alleinstellungsmerkmal und die zentrale Ressource der Stadt. Sie prägt auch das Ökosystem Musik Berlin. Als Berlin Music Commission wollen wir die unterschiedlichen Perspektiven unserer Mitglieder und der nächsten Generation gezielt in den politischen Dialog einbringen. Dafür braucht es kontinuierlichen Austausch und konkrete Arbeitsstrukturen zwischen Politik und Branche. So können wir die Zukunftsfähigkeit des Ökosystems Musik in Berlin gemeinsam stärken.“
Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter diesem Link.
Melden Sie sich unter den folgenden Links zu den weiteren HIGH NOON-Terminen an:
- September 2026, 12:00 Uhr: Steffen Krach (Spitzenkandidat, SPD): Anmeldung
- September 2026, 12:00 Uhr: Stefan Evers (Spitzenkandidat, Bürgermeister und Senator für Finanzen, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, CDU): Anmeldung
Ort: Alle Termine finden bei NLND Berlin, Neuköllnische Allee 80, 12057 Berlin statt.
Pressekontakt:
Alexander Fuchs
Public Relations & Political Affairs Manager
medianet berlinbrandenburg e.V.
Neuköllnische Allee 80
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