
1. Ihr wurdet im vergangenen Jahr im „Financial Times“-Ranking der 1.000 am schnellsten wachsenden Unternehmen in Europa auf Platz 3 gelistet. Erkläre uns doch bitte einmal kurz, was ihr macht bzw. anbietet und wie ihr euch dieses rasante Wachstum erklärt.
Die Werbebranche funktioniert seit Jahrzehnten nach der gleichen Logik: Marken zahlen dafür, dass Botschaften vor Menschen erscheinen – und die Menschen ertragen oder ignorieren es einfach.
Bei Almedia haben wir das Modell umgedreht: Statt Nutzer*innen mit unerwünschten Anzeigen zu unterbrechen, belohnen wir sie dafür, dass sie sich mit unseren Werbepartnern beschäftigen. Auf unserem Produkt Freecash erfüllen über 70 Millionen Nutzende Aufgaben in Games und Apps, testen neue Produkte oder nehmen an Umfragen teil – und verdienen dabei echtes Geld.
Das verändert auch die Perspektive unserer Werbepartner. Statt nur zu hoffen, dass jemand auf eine Anzeige klickt, gewinnen sie motivierte Nutzer*innen, die sich aktiv und dauerhaft engagieren – und die Ergebnisse sprechen für sich. Im Vergleich zu klassischen UA-Kanälen erzielt Almedia bis zu doppelt so hohen Return on Ad Spend über 180 Tage, und unsere Nutzer*innen bleiben auch langfristig aktiv.
Wir sind nicht die Einzigen, die diese sogenannte Rewarded User Acquisition machen. Was uns unterscheidet, ist unsere Leidenschaft für Daten. Wir haben schon immer stark in unser Tech-Team investiert, unser Branchenverständnis kontinuierlich vertieft und dadurch die intelligenteste Plattform gebaut, um Games und Marken zu entdecken und zu verknüpfen.
Unser Wachstum ist das Ergebnis davon, Daten ins Zentrum unserer Produkt- und Unternehmensstrategie zu stellen. Wir kombinieren ein wirklich neues Werbemodell, fundierte Daten und Technologie sowie ein Team, das jeden Tag mehr leistet – also erwartet nicht, dass wir langsamer werden.
2. In diesem Monat zieht ihr in ein neues Bürogebäude in der Koppenstraße nahe Ostbahnhof um. Der Umzug geht sicherlich damit einher, dass ihr personell wachst und größere Räumlichkeiten benötigt. Wie feiert ihr diesen großen Schritt?
Der Umzug in die Koppenstraße ist der nächste Meilenstein für Almedia. Er war schlicht notwendig. Wir sind auf über 140 Mitarbeitende gewachsen und suchen gerade weitere für rund 60 Stellen, also haben wir unsere alten Räumlichkeiten einfach ausgereizt.
Aber es geht nicht nur um Quadratmeter. Almedia ist ein Office-first-Unternehmen – wir arbeiten fünf Tage die Woche vor Ort. Die Jobs bei Almedia sind keine klassischen 9-to-5-Stellen und wir haben hohe Erwartungen an jeden Einzelnen hier. Wer so viel Zeit im Büro verbringt, dem wollen wir eine bereichernde Umgebung bieten, in der man sich gerne aufhält.
Dazu kommt, dass wir auch immer mehr Externe zu Besuch haben – da macht mehr Platz einfach Sinn. Mit einem Gebäude wie der Koppenstraße 8 können wir Kunden und Partner für Summits und Workshops standesgemäß empfangen und gleichzeitig das Berliner Startup- und Gaming-Ökosystem fördern, wie wir es zuletzt mit dem Young Founders Network und Gryphon Games getan haben. Wer ein Gaming-Unternehmen oder Startup ist und einen Ort sucht, um sich zu vernetzen, Strategien zu entwickeln und echte Gespräche zu führen – meldet euch einfach!
Den offiziellen Einzug feiern wir am 24. April mit einem Event. Die Eröffnungsfeier bringt Partner, Mitarbeitende und Medienvertreter*innen zusammen – gekrönt von einer Rooftop-Party, um zu feiern, was Almedia bisher aufgebaut hat. Wir freuen uns sehr, Berlins Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel, bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Er wird eine Keynote halten und würdigen, wozu ein Bootstrapped, ein in Berlin aufgebautes Unternehmen werden kann.
3. Ihr seid noch recht neu im medianet-Netzwerk. Was versprecht ihr euch von der Mitgliedschaft und wie wollt ihr euch im medianet einbringen?
Wir sind medianet beigetreten, weil wir wirklich an den Wert eines starken lokalen Netzwerks glauben – gerade für ein Unternehmen wie unseres, das global agiert, aber in Berlin verwurzelt ist. Almedia arbeitet mit großen internationalen Werbepartnern und Gaming-Studios auf der ganzen Welt zusammen. Trotzdem brauchen wir weiter ein Netzwerk zu Menschen, die den deutschen und europäischen Markt wirklich verstehen.
medianet bringt genau diese Menschen zusammen: Entscheider*innen aus Medien, Marketing und Tech, die ernsthaft darüber nachdenken, wie sich die Branche entwickelt. Wir erhoffen uns vor allem eine breitere Business-Community. Das heißt: Beziehungen, die über das Transaktionale hinausgehen, Ideenaustausch mit den klügsten Köpfen der Stadt und ein vertrauensvolles Netzwerk, das versteht, wie wichtig es ist, Berliner Unternehmen zu unterstützen.
Wir freuen uns darauf, uns bei medianet und im weiteren Netzwerk einzubringen. Almedia hat eine besondere Perspektive darauf, wohin sich digitale Werbung und Nutzerverhalten entwickeln – und wir teilen diese Einschätzungen gerne offen.
Es ist erst unser erstes Mitgliedsjahr, aber wir finden schon jetzt Wege, uns stärker einzubringen. So werde ich beispielsweise noch in diesem Jahr in der Jury des Female Investors’ Dinner sitzen – eine Initiative, die genau das verkörpert, was ein Netzwerk wie medianet tun sollte: das Ökosystem über rein geschäftliche Interessen hinaus stärken und Menschen sichtbar machen, die es verdienen.